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Das integrierte Mess- und Informationssystem (IMIS)

Beim Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 zeigte sich, dass die Vorbereitungen auf eine großräumige Kontamination der Umwelt mangelhaft waren: Die Messungen wurden nicht systematisch durchgeführt und waren nicht aufeinander abgestimmt. Die Dosisabschätzungen sowie der Datenaustausch über Telefax und Fernschreiber waren zeitaufwändig und schwierig. Eine Darstellung der Ergebnisse fand allenfalls in Form von Tabellen statt. Die Erstellung übersichtlicher Graphiken war kompliziert und wurde deshalb so gut wie nicht praktiziert. Dies hat mit dazu beigetragen, dass Politiker die Situation unterschiedlich bewerteten, was zu erheblichen Verunsicherungen in der Bevölkerung führte.

Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen wurde noch im Jahr 1986 das Strahlenschutzvorsorgegesetz verabschiedet, das die gesetzliche Grundlage für die Errichtung des "Integrierten Mess- und Informationssystems für die Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt" (IMIS) ist.

Aktuelle Übersicht über das Radioaktivitätsmessnetz in Deutschland

Radioaktivitätsmessnetz Deutschland - © Bundesamt für Strahlenschutz
Hinweis: Per Klick auf die Karte kommen Sie zur interaktiven Version und können darin dann die einzelnen Werte der Messstellen abrufen.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung vom © Bundesamt für Strahlenschutz

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