Ein Rauchmelder im Schrank ist wertlos

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Hinweis: Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

Wolfgang ReinhardtBild: Wolfgang Reinhardt

Manchmal haben solche Tage aber auch einen guten Zweck: Am heutigen Freitag etwa wird zum sechsten Mal bundesweit der "Rauchmeldertag" begangen. Das nutzt die Feuerwehr ganz dankbar, um über die Verwendung der unscheinbaren, aber so wichtigen kleinen Geräte aufzuklären. Vor allem nachts – "wenn der Geruchssinn schläft" – erwiesen sich die Rauchmelder im Brandfall oft als Lebensretter. Der Rauch wird früh erkannt und mit einem schrillen Ton werden die Bewohner geweckt. Wichtig ist allerdings, dass die Geräte richtig installiert werden. Sie gehören waagerecht an die Decke, am besten mitten im Zimmer. "Der verhängnisvollste Fehler ist Nachlässigkeit. Ein Rauchmelder im Schrank oder in der Schublade ist wertlos", sagt Stadtbrandinspektor Wolfgang Reinhardt, "auch auf den Schrank gehört das Gerät nicht. Installieren Sie Ihre Rauchmelder am besten gleich nach dem Kauf ohne wertvolle Zeit zu verlieren." Was erstaunlich ist: Auch wenn die Geräte etwa ab 5 Euro zu haben sind, schätzt Reinhardt, dass nicht mal ein Drittel der Wohnungen und Häuser damit ausgestattet sind.

Dabei müssen es auch wirklich nicht unbedingt die teuersten Geräte sein. "Die Funktionsweise ist bei allen gleich", sagt Reinhardt. Allerdings gibt es auch Rauchmelder, die per Funk oder Kabel miteinander vernetzt sind. Da geht dann das Warnsignal gleich in allen Zimmern los. Wichtig auch: Die Batterien – meist sind es 9-Volt-Blocks – spätestens nach einem Jahr austauschen. Rauchmelder sollten mindestens in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren installiert werden. In Räumen, in denen normalerweise starker Dampf und Staub entsteht – wie Küche, Bad, Hobbykeller – sollte man es eher lassen.

Informationen zum Thema Brandschutz und Rauchmelder sind auch im Internet unter www.rauchmelder-lebensretter.de zu finden. Oder man ruft einfach mal die örtliche Feuerwehr an. Die Kameraden kennen sich damit bestens aus. mg (mg)

Artikel vom 13. Mai 2011, 03.22 Uhr (letzte Änderung 13. Mai 2011, 05.00 Uhr)